Beat Presser

Der am 14. Juli 1952 in Basel geborene Fotograf träumte ursprünglich davon, ans Theater zu gehen, entscheidet sich aber bereits als 15-jähriger für die Fotografie. Ohne eine formale Ausbildung zu absolvieren, lernt er stattdessen bei erfahrenen Fotografen und später auch bei Filmproduktionsfirmen in Basel, Paris und New York. Mitte der siebziger Jahre gibt er die Fotozeitschriften Palm Beach News und The Village Cry heraus. Dank dieser Zeitschrift entwickelt sich der Kontakt zu Klaus Kinski und Werner Herzog, der dazu führt, dass Beat Presser als Kameraassistent und Standfotograf bei Fitzcarraldo und später als Standfotograf bei Cobra Verde und Invincible mitwirkt. In der Folge steht er selbst hinter der Kamera, führt Regie, schneidet und produziert eigene Filme. Seit 1987 arbeitet Beat Presser eng mit der Grafik-Designerin Vera Pechel zusammen und ab 1990 wendet sich Beat Presser wieder ausschließlich der Fotografie zu und erstellt Fotoreportagen u.a. in Indien, Madagaskar, im Sahel, Ägypten, Osterinseln, Schweizer Alpen. Ab 2000 lebt Beat Presser vorwiegend in Südostasien in buddhistischen Klöstern und berichtet in seinem Buch Oase der Stille über das Leben der Mönche und Nonnen. Ab 2009 widmet er sich der Seefahrt im Indischen Ozean, vor der Küste Ostafrikas und Indonesiens. Seit Ende der 80er Jahre arbeitet Beat Presser im Ausstellungsbereich immer wieder eng mit dem Goethe Institut zusammen und leitet zudem Foto- und Filmseminare in Südamerika, Asien und Afrika, oft in Kooperation mit der Schweizer Botschaft. Seit 2010 verfolgt Beat Presser ein Projekt über den Neuen Deutschen Film und seine Protagonisten. Diese Arbeit, bestehend aus Fotografien und Filmen, wird jetzt – nach neun Jahren – erstmals ausgestellt, in München in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 

 

Werke